Männlich und Weiblich

Bei vielen Tieren ist es einfach Männchen und Weibchen auseinanderzuhalten, insbesonders, wenn sich beide Geschlechter mit Farben, Lauten oder Schädelkämmen zu erkennen geben. Fossilien haben gezeigt , daß einige Männchen größer als die Weibchen waren oder das sie zb. längere Hörner hatten. Die Hadrosaurier und Entenschnabeldinosaurier weisen die deutlichsten Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen auf. Zwar hatten alle ähnliche Skelette, doch übertrafen sie sich gegenseitig durch die ausgefallenheit ihres Kopfschmuckes. Zu Beginn hielt man jeden Fund für eine eigene Art, jedoch wurden öfters bestimmte Formen zusammen gefunden, die darauf schließen lassen, daß es sich um ein Männchen und ein Weibchen handelte.

Kritorosaurus und Edmontosaurus konnten ballonähnliche Luftsäcke auf der Nase aufblasen, wenn sie Weibchen imponieren wollten.

Parasaurolophus trug über dem Kopf einen eigentümlichen Knochenkamm . Er verlief von den Nasenlöchern durch den Kamm in die Kehle und war von Hohlräumen durchzogen. Wenn Parasaurolophus also ein- oder ausatmete konnte er trompetenartige Töne erzeugen. Da die größe der Knochenkämme nicht gleich waren wurden auch Unteschiedliche Töne hervorgebracht, so das Jungtiere, Männchen und Weibchen ihre eigenen Ruf hatten.

 

Parasaurolophusschädel  Lambeosaurusschädel

Durch den Längsschnitt der beiden Hadrosaurierschädel sieht man sehr genau , wie die Luft in den Kamm strömte, wenn der Saurier atmete.

Bei Corythosaurus oder Tsintaosaurus waren die Knochenkämme wahrscheinlich mit bunter Haut überzogen, wodurch sich die Geschlechter unterscheideten.

Eines ist jedoch gewiß, wie bei den heutigen Tieren , gab es auch bei den Dinosauriern Männchen und Weibchen, um den fortbestand ihrer Gattung zu gewährleisten.

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